Datum
09. Mai 2018
Autor
von Linda Sonntag
Thema
Turniersport

Working Equitation WM 10. - 13. Mai in München

4 von 5 Sterne, 2 Bewertungen

Working Equitation - Was ist das?

Bildquelle: Working Equitation Deutschland e.V.
Bildquelle: Working Equitation Deutschland e.V.
Bildquelle: Pferd International

Bei Working Equitation (auf deutsch: “Arbeitsreitweise”) sollen Pferd und Reiter die Eignung für die Arbeit auf dem Feld und am Rind demonstrieren. Diese Art zu reiten kommt aus Südeuropa und droht mit zunehmender Modernisierung in Vergessenheit zu geraten. Somit wird bei Working Equitation nicht nur beabsichtigt die reitweise jedes Landes zu wahren, sondern auch die Traditionen, Reitbekleidung, Zaumzeug und Sättel, die auch Kultur jeder Nation sind zu bewahren. 

Mitmachen dürfen alle Rassen, vom Kleinpferd bis zum Warmblut. Im Reglement wird aber vorgesehen, dass die traditionellen Rassen (Bsp. Andalusier, Lustiano, Camarque-Pferde etc.) gefördert und eingesetzt werden. 

Ausgehend ist die Dachorganisation World Association for Working Equitation (WAWE), deren erreichtes Ziel es ist Weltmeisterschaften auszutragen. Dieses Jahr finden die Wettkämpfe in München statt.

Die WAWE gibt nur für die Mastersklasse ein Reglement vor und somit gibt es pro Nation für die unteren Kategorien eigene Regelwerke um nationale Turniere ausführen zu können. In Deutschland ist dafür die Organisation Working Equitation Deutschland eV. (WED) zuständig, in der Schweiz Verein Arbeitsreitweise Schweiz - Equitation de Travail Suisse (ARSETS) und in Österreich Working Equitation Austria (WEA). 

Eine Working Equitation Prüfung setzt sich aus vier Teilprüfungen zusammen. Nebst einem “klassischen” Dressurteil, reitet man einen Stiltrail, einen Speedtrail und beweist sich bei der Arbeit am Rind (die nur an Teamwettkämpfen geritten wird). 

Die vier Teile: 

Dressur: Es finden Dressurprüfungen auf Musik mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad statt. In den höheren Klassen wird einhändig und nur Schritt und Galopp geritten. 

Stiltrail: Es werden 10-15 Hindernisse unterschiedlicher Natur überwunden. Tore, Brücke, Tonnen etc. müssen in einer bestimmten Reihenfolge geritten werden welche dann von Richtern mit Stilnoten bewertet werden

Speedtrail: Ähnlich dem Stiltrail werden hier Hindernisse absolviert, allerdings werden Fehler an den Hindernissen mit Strafsekunden bewerte. Dieser Trail wird demnach auf Tempo geritten, der Schnellste gewinnt. 

Rinderarbeit: Im Team muss ein Rind von der Gruppe abgetrennt und in einen markierten Zielbereich getrieben werden. Das Team mit der schnellsten Zeit gewinnt auch hier. 

WM - Olympia Reitanlage München-Riem

Während vom 10.- 13. Mai in München die alljährliche Pferd International steigt und die Working Equitation EM 2016 dort schon viele Zuschauer anlockte und fesselte macht dieses Jahr die WM halt in München. 

Während diesen 4 Tagen werden die Weltbesten Working Equitation Reiter um den Weltmeistertitel in Mannschaft- und Einzelwertung antreten. Erwartet werden Pferd und Reiter aus 19 Nationen.  

Die Teams

Der 2. Platz der Deutschen und der 5. Platz der Schweizer im Teamwettkampf und der 1. Platz für Deutschland und der 4. Platz für die Schweiz im Cow Trail an der EM 2016 lassen auch für die kommende WM einige Erwartungen zurück. 

In der Einzelwertung schaffte es der beste Deutsche auf den 3. Platz und die beste Schweizerin auf Platz 14. Die Österreicher waren 2016 noch nicht vertreten, werden an der kommenden WM aber auch ein Team stellen. Die aktuellen Kader sehen wie folgt aus. 

Der Deutsche Championats Kader für die WM unter Bundestrainer Nuno Avelar, welcher daraus ein vierköpfiges Team für die WM Formen wird:
Christian Laukemper und Starlight Smart Mini 

  • Gernot Weber und Aramis
  • Mitja Hinzpeter und Santa/Macchiato
  • Thomas Türmer und Orlando
  • Anne Burk und Larius
  • Mirjam Wittmann und Kiro
  • Birte Ostwald und Diluvio
  • Hannah Gelczinnus und Hosco de la Luz
  • Brahim Brinkhaus und Violino

Österreich hat 5 Reiter-Pferd-Teams, die sich derzeit im Aufbautraining für die WM 2018 befinden. 4 davon reisen nach München:

  • Katharina Böck - Ionit´s Riverside
  • Daphne Lorenz - Don SF
  • Nina Raidl - Cefiro
  • Claudia Trümmel - Ulisses
  • Martina Weteschnik - Bogalho

Der Schweizer Kader besteht aus “nur” vier Reitern und arbeitet unter Nationaltrainer Bento Castelano und Team Chefin Franziska Zeller:

  • Carène Riedo und Quidico
  • Corinne Chmiel und Urpilo
  • Frauke Matter und Cholito
  • Tirile Tuchschmied-Monier und Samson Menezes

Zum anschauen welche Anforderungen eine Working Equitation Prüfung hat, wurde für die Pferd International ein Viedo gedreht “CLASSIC meets WORKING 2018.

Eine deutsche Nachwuchsreiterin, welcher ich auch aktiv auf Instagram folge, die immer gerne zeigt was sie kann ist Lea-Sophei Jell. Die mit ihrem Instagramprofil mehr als 89000 Abonnenten mit ihrer Arbeit begeistert und auf ihrem Youtubkanal alle Wünsche der Follower abdeckt. Somit bringt sie durch Social Media auch sehr jungen Leuten die Working Equitation näher.

Kommt einfach selber nach München und schaut euch das Spektakel an!

Euer RossReich Team

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